2025
24.10.2025… unser Wettbewerb JMG-Robotics geht in die zweite Runde.
Hinter uns liegen arbeitsreiche Wochen und Monate, die Planung begann bereits über ein Jahr vorher.
Im September 2024 beantragten wir mit der Unterstützung unseres Fördervereins die nötigen finanziellen Mittel bei der SAB (Initiative Digitale Schule Sachsen – Robotik und Programmierung). Aber schon vorher gab es viele Fragen zu klären: Soll der Wettbewerb wieder zweitägig, also mit Übernachtung stattfinden? Wieviele Teams und wie viele Stationen wollen und können wir anbieten? Wer unterstützt uns bei der Durchführung? Welche Kosten müssen wir einplanen? Wo sind unsere Grenzen bezüglich Platz, Personal, Zeit und Kosten?
Nachdem wir uns bei den grundlegenden Fragen einigen konnten und der Antrag eingereicht war, hieß es warten… Ende Oktober erhielten wir ein positives Fördervotum, die erste Hürde war geschafft. Mitte November durften wir uns dann über den positiven Fördermittelbescheid freuen – auf das Geld mussten wir aber nochmal warten – Schuld war der späte Haushaltsbeschluss des Landes Sachsen.
Erfreulicherweise war die Resonanz auf unsere Einladungen diesmal sehr gut, sodass die 8 Startplätze schnell vergeben waren. Auf Grund der Gesamtkapazität konnte jede Schule diesmal nur ein Team anmelden.
Da wir uns für einen eintägigen Wettbewerb entschieden hatten, galt es, den bewährten Zeitplan des ersten Wettbewerbs ordentlich zu straffen und die Programmpunkte innerhalb eines Wettbewerbstages unterzubringen. Ein schwieriges Unterfangen, denn jede Station ist nur einmal vorhanden, alle sollten während der Mittagszeit genug Pause zum Essen haben und die Zeit auch noch zum Kennenlernen und für Gespräche nutzen können. Schlussendlich ist es uns gelungen, alle Anforderungen unter einen Hut zu bringen und jedem Team, sowie den Schiedsrichtern einen individuellen Zeitplan zu erstellen, der auch gut eingehalten werden konnte. Nur die Auswertung der Kreativ-Aufgabe dauerte länger als erwartet, da die Platzierungen am Ende nur haarscharf auseinanderlagen – lediglich 5 Punkte trennten Platz 3 und 4.
Vor unerwartete Schwierigkeiten stellte uns zum Beginn des neuen Schuljahres die Nachricht, dass einer unserer hauptverantwortlichen Lehrkräfte an eine andere Schule abgeordnet wurde, sodass wir Aufgaben umverteilen und weitere Unterstützer finden mussten. Dank großem Engagement und gemeinsamer Anstrengung gelang es schließlich, den Wettbewerb dennoch auf die Beine zu stellen – ein echter Kraftakt für alle Beteiligten. Anderswo gestaltete sich die Situation schwieriger: ein Team sah sich leider gezwungen, seine Teilnahme kurzfristig abzusagen, da die Robotik-AG vorübergehend eingestellt werden musste. Glück für die Oberschule Leubnitz, die den frei gewordenen Startplatz kurzfristig übernahm und sich am Ende sogar den 2. Platz sicherte.
Am Wettbewerbstag war das Sprach- und Kommunikationszentrum (SKZ) des Julius-Mosen-Gymnasiums bestens ausgelastet. Während vor der Bühne die einzelnen Stationen zu finden waren, hatte im hinteren Teil und auf der Galerie jedes Team seinen Arbeitsplatz um an den spannenden Aufgaben zu tüfteln. Teilnehmende Schulen waren: das Ev. Gymnasium Mylau, das Lessing-Gymnasium Döbeln, das Lessing Gymnasium Plauen, die Oberschule Leubnitz, ein Team der Oelsnitzer Firma Simba n³, das Gymnasium Markneukirchen, das Diesterweg-Gymnasium Plauen und das Gymnasium „Am Sandberg“ Wilkau-Haßlau.
Fünf verschiedene Stationen mussten abgearbeitet werden, bei denen die Teams ihr technisches Können, ihre Programmierfähigkeiten und ihre Kreativität unter Beweis stellen durften. Jede Aufgabe konnten als einfache (100 Punkte) oder schwierigere Variante (200 Punkte) absolviert werden. Eine Entscheidung, die strategisches Denken erforderte und den Wettbewerb zusätzlich spannend machte.
Gerade die Mischung aus technischen Anforderungen und kreativen Elementen machte den Wettbewerb besonders abwechslungsreich – und sorgte letztlich auch für die äußerst knappen Entscheidungen bei den Platzierungen.
Neben technischem Know-how waren auch gutes Stressmanagement, der Umgang mit Zeitdruck und ausgeprägtes Teamwork entscheidend für den Erfolg. Die Teams mussten Aufgaben schnell analysieren, Lösungen unter Wettbewerbsbedingungen umsetzen und sich dabei klar abstimmen. Gleichzeitig wurden zentrale MINT-Fähigkeiten gefördert: logisches Denken, programmieren, technisches Verständnis und problemlösendes Arbeiten standen während des gesamten Wettbewerbs im Fokus.
Diese Kombination aus fachlichen Kompetenzen und überfachlichen Fähigkeiten machte den Robotik-Wettbewerb zu einer besonders wertvollen Lernerfahrung für alle Beteiligten. Einmal mehr haben die Jugendlichen uns mit Ihrem Ehrgeiz und Können beeindruckt und gezeigt, dass sich aller Aufwand in Organisation und Vorbereitung gelohnt hat.
Dass JMG-Robotics 2025 ein voller Erfolg war, verdeutlicht auch die Berichterstattung teilnehmender Schulen: Lessing-Gymnasium Plauen, Lessing-Gymnasium Döbeln, Diesterweg-Gymnasium Plauen, Oberschule Leubnitz.
Nun, nachdem das SKZ aufgeräumt und die Fördermittel abgerechnet sind, prüfen wir, wie die Zukunft des JMG-Robotics am Julius-Mosen-Gymnasium Oelsnitz aussehen kann.
Dankbar sind wir für die Unterstützung aller Beteiligten, unseres Fördervereins und dem Fördermittelgeber.
Einen Bericht zum Wettbewerb 2025 und weitere Fotos gibt’s hier.
2023
Nach monatelanger Planung war es am letzten November-Wochenende endlich soweit, dass unser erster Robotik-Wettbewerb stattfinden konnte.
Bereits im Dezember 2022 wurden durch den Förderverein unserer Schule über die Förderrichtlinie “Initiative Digitale Schule Sachsen“ beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) Fördermittel beantragt. Dem voraus ging natürlich eine erste Planung und Ideenskizze.
Groß war die Freude, als Anfang Juni endlich der lang ersehnte Zuwendungsbescheid ins Haus flatterte. Nun galt es, die wichtigsten Eckpunkte endgültig festzuklopfen, da die Einladungen an die regionalen Schulen noch vor den Sommerferien versandt werden sollten.
Im Herbst wurden die Vorbereitungen immer konkreter. Welche Aufgaben fallen an und wer übernimmt diese? Was gilt es zu bedenken und vorzubereiten? Wie strukturieren wir den Ablauf, dass alle Teilnehmenden auf Ihre Kosten kommen? Starteten die Teams doch mit ganz unterschiedlichem Erfahrungsschatz. Auf der einen Seite gab es Fünftklässler, die gerade erst begonnen haben, den spannenden Bereich der Robotik für sich zu erschließen, auf der anderen Seite gab es „alte Hasen“ mit bereits weitreichenden Kenntnissen. Eine kleine Abfrage des Kenntnisstandes der Teilnehmer half uns als Organisatoren die Lage einzuschätzen, sodass wir uns entschlossen, für jede Aufgabe zwei Schwierigkeitsgrade anzubieten. Für die schwierige Variante gab es mehr Punkte und jedes Team entschied selbst, mit welchem Schwierigkeitsgrad es die Aufgabe anpacken wollte.
Den Teams waren die Wettbewerbsaufgaben vorher nicht bekannt, anhand der Kenntnis-Abfrage hatten die meisten aber eine gewisse Ahnung, worum es gehen könnte.
Für die Wettbewerbsstationen mussten allerhand Dinge gebaut werden, so z. B. ein Labyrinth, durch das die Roboter selbstständig fahren mussten oder eine Rampe, mit deren Hilfe immer steiler werdende Auffahrten zu bewältigen waren.
Ebenso sollte jeder Teilnehmer eine Kleinigkeit als Andenken mit nach Haue nehmen, also entschieden wir uns, das Wettbewerbs-Maskottchen mittels 3D-Druck als Schlüsselanhänger zu gestalten.
Aber auch ganz elementare Dinge, wie: wo schlafen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wo arbeiten sie und was gibt es zum Essen waren zu bedenken.
Als besondere Herausforderung entpuppte sich der zeitliche Ablauf. 8 Teams sollten 4 Robotik-Aufgaben in 30, bzw. 60 Minuten lösen und anschließend in 20 Minuten präsentieren. Niemand sollte zu lange Leerlauf haben aber jede Station samt Schiedsrichter steht nur einmal zur Verfügung. Da neben dem Lösen der Aufgaben auch die Gemeinschaft, gegenseitiges Kennenlernen und fachlicher Austausch zentraler Punkt des Wettbewerbs war, sollte es gemeinsame Essenszeiten geben. Viele Ansprüche galt es also unter einen Hut zu bringen, was schwieriger war als zunächst angenommen. Schlussendlich ist es uns aber doch gelungen, für jedes Team einen individuellen Zeitplan zu erstellen, der alle diese Anforderungen erfüllte und einen guten Rahmen für den Wettbewerb bot.
Um für etwas Bewegung an der frischen Luft zu sorgen, organisierten wir auch Bogenschießen als eine Station, was bei den Teilnehmern auf guten Zuspruch stieß.
Besonders spannend war es am Freitagabend als die Überraschungsaufgabe von allen Teams zeitgleich erfüllt werden musste. Hier galt es, einen Roboter zu bauen, der je nach dem verwendeten System 842 g (LEGO EV-3), bzw. 444 g (LEGO Education Spike) wiegen sollte. Die Auswertung erfolgte in der großen Runde mittels Waage, die auf einer großen Leinwand das Gewicht der jeweiligen Roboter offenlegte und alle Teilnehmenden mitfiebern lies.
Climbing
Bogenschießen
einen Roboter bauen, der möglichst exakt das vorgegebene Gewicht hat
Die Kreativität und technische Expertise der Teams haben uns beeindruckt und für neue Aufgaben inspiriert. Es war faszinierend zu sehen, wie die Roboter zum Leben erweckt wurden und diese bei den verschiedenen Herausforderungen des Wettbewerbs zum Einsatz kamen. Am Ende war es eine knappe Sache, denn zwischen erstem und zweitem Platz lagen nur wenige Punkte.
Zum Schluss gab es Urkunden und einen Pokal für den 1. Platz. Als kleines Andenken konnte jeder das JMG-Robotics-Maskottchen als Schlüsselanhänger mit nach Hause nehmen.
Ein großer Dank und Anerkennung gilt allen, die mit ihrer Unterstützung den Wettbewerb ermöglicht haben, insbesondere dem SMK für die Förderung unseres Projektes; dem Freundes- und Förderkreis des Julius-Mosen-Gymnasium Oelsnitz als Antragsteller und Finanzier des Eigenanteils unseres Projektes; den Kolleginnen und Kollegen, die bei der Planung und Durchführung mit angepackt haben; die (ehemaligen) Schülerinnen und Schüler, die an vielen Stellen in der Vorbereitung (z. B. Erstellung der Schlüsselanhänger, Bau der Wettbewerbsstationen) und Durchführung (z. B. als Schiedsrichter oder bei der Verpflegung) präsent waren; unserem Hausmeister Daniel Götz, der mit weiteren Kollegen eine große Unterstützung beim Auf- und Abbau war und auf Grund des Wintereinbruchs sogar am Samstag zur Schneeberäumung vorbeikam; den Schul-Sekretärinnen; den Essenslieferanten für die schmackhafte und reibungslose Versorgung und allen weiteren Helferinnen und Helfern.
Auch den angereisten Teams möchten wir danken, dass sie den teils recht langen Anfahrtsweg in Kauf genommen haben um uns mit ihrem Können und Ideenreichtum in Staunen zu versetzen. Berichte zum Wettbewerb gibt’s auch auf den Seiten des Lessing-Gymnasiums Döbeln und des Diesterweg-Gymnasiums Plauen, der Facebook-Seite des ev. Gymnasiums Mylau und den Seiten des Goethe-Gymnasiums Reichenbach.
Aktuell prüfen wir die Möglichkeiten für eine Neuauflage des JMG-Robotics und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit den anderen robotik-begeisterten Schülerinnen und Schülern und deren Betreuerinnen und Betreuern.










